Bedarfserhebung von Geflüchteten mit Behinderungen: Vorstellung der Projektergebnisse

Geflüchtete Menschen mit Behinderungen sind besonders schutzbedürftig und benötigen adäquate Unterstützung und Versorgung. Die UN-Behindertenrechtskonvention und die EU-Aufnahmerichtlinie verpflichten Deutschland, Teilhabe und medizinische Versorgung zu gewährleisten. Sowohl aus den DRK-Gliederungen als auch von weiteren Organisationen, die sich für Geflüchtete und Menschen mit Behinderungen einsetzen, wird kontinuierlich darauf hingewiesen, dass die Bedarfe von Geflüchteten mit Behinderungen nicht systematisch erfasst werden, wodurch Versorgungslücken und Widersprüche zu den oben genannten Verpflichtungen entstehen.
Im Rahmen des Projekts „Bedarfserhebung von Geflüchteten mit Behinderungen“, das von den drei DRK Landesverbänden (Brandenburg, Schleswig-Holstein und Westfalen-Lippe) unter Koordination des DRK Generalsekretariats durchgeführt wurde, konnten mehr als 50 Interviews mit geflüchteten Menschen mit Behinderungen, ihren Familienangehörigen, Fachkräften in Aufnahmeeinrichtungen, Unterkünften und Beratungsstellen sowie Behörden geführt werden. Anhand der Interviews wurden Versorgungslücken identifiziert und Handlungsempfehlungen
erarbeitet. Bei der Veranstaltung am 24.08.2022 werden die Ergebnisse der Bedarfserhebung vorgestellt.