Über uns



In der UN-Behindertenrechtskonvention ist das Recht auf gesellschaftliche und soziale Teilhabe für alle Menschen verankert. Dennoch ist gesellschaftliche und soziale Partizipation aller Menschen keineswegs Realität. Inklusion ist eine große Herausforderung, der auch die sozialen Hilfesysteme gegenüberstehen.

Für Menschen mit Behinderung und Zuwanderungsgeschichte bestehen viele Barrieren, die die Inanspruchnahme der Hilfe- und Unterstützungssysteme erschweren oder verhindern. Daher bietet die Fachstelle allen Akteuren in sozialen Arbeitsfeldern Unterstützung an, um bestehende Partizipationsbarrieren für Menschen mit Behinderung und Zuwanderungsgeschichte zu erkennen und abzubauen und an der Entwicklung inklusiver Strukturen und Handlungsweisen zu arbeiten.

Ziele und Aufgaben

Die Fachstelle ist Ansprechpartner*in für alle Fragen im Kontext von Migration und Behinderung.

Die Fachstelle berät Entscheidungsträger*innen im sozialen Hilfesystem.

Die Fachstelle stellt Informationen zur Verfügung.

Die Fachstelle schafft Netzwerke.

Die Fachstelle ermöglicht Fach- und Erfahrungsaustausch.

Die Fachstelle setzt sich sozialpolitisch für die Belange von Menschen mit Behinderung und Zuwanderungsgeschichte ein.

 


FAQ

Sprachmittlerpools ermöglichen den niederschwelligen Einsatz kultursensibler Sprachmittler*innen. In Berlin finden Sie verschiedene Sprach- und Kulturmittlungsangebote, die sich zum Teil auf bestimmte Schwerpunktbereiche beziehen. Die Sprachmittler*innen haben unterschiedliche Trainings absolviert, in dem sie in Sprachmittlungstechniken geschult wurden und Kenntnisse über das deutsche Bildungs-​ und Sozialsystem erlangt haben. Sie übersetzen in viele verschiedene Sprachen und arbeiten kultursensibel.

  • SprInt
  • Gemeindedolmetschdienst Berlin | GDD – zentrale Anlaufstelle für Sprach- und Kulturmittlung im Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) sowie für freie Träger und Einrichtungen der Gesundheits-, Bildungs- und Sozialversorgung im Berliner Raum
  • Integrationslots*innen
  • Interkulturellen Brückenbauer*innen in der Pflege
  • Triaphon – telefonische Soforthilfe im Bereich medizinischer Versorgung
  • Dolpäp – Dolmetschen im pädagogischen Prozes

Nähere Informationen finden Sie auf dieser Webseite unter „Angebote„.

 

 

 

Für Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung gibt es bislang keine Integrationskurse des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge.

Menschen mit Behinderung können von der Teilnahme an einem Integrationskurs befreit werden, sofern sie nicht an einem regulären Kurs teilnehmen können.

Die Fachstelle Migration und Behinderung setzt sich fachpolitisch für Sprachlernngebote für Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung ein. In Berlin bietet das Ev. Johannesstift das Projket DiaLOG-IN  Sprache, Beratung, Coaching und Begleitung. Dort lernen Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung die deutsche Sprache in einer kleinen Gruppe und in ihrem persönlichen Tempo.
Informationen unter: https://www.evangelisches-johannesstift.de/behindertenhilfe/dialog-in

 

 

 

 

Integrationskurse und Orientierungskurse, in denen die besonderen Lernbedingungen für blinde und sehbehinderte Menschen berücksichtigt werden, bietet das Sehzentrum Berlin – SFZ. https://www.sfz-chemnitz.de/bereiche/sehzentren/speziell-fuer-migranten/

Für gehörlose Menschen bietet Unerhört e. V. sowohl spezielle Integrationskurse als auch Erst-Orientierungskurse an. http://www.unerhoert-berlin.org/index.php?id=8

Für mobilitätseingeschränkte Personen sind die Integrationskurse der üblichen Bildungsträger zum Teil barrierefrei.

Um geflüchteten Menschen frühzeitig den Zugang zu Alltag und Leben in Deutschland zu eröffnen, bieten die Berliner Volkshochschulen speziell Deutschkurse für Geflüchtete an, die keinen Zugang zu Integrationskursen oder anderen Sprachkursen haben. Damit soll das Ankommen erleichtert und erste Orientierung im Alltag gegeben werden.  In Zusammenarbeit mit den Volkshochschulen bietet das Sehzentrum Berlin – SFZ ein speziell auf die Bedarfe von Menschen mit Sehbehinderung ausgerichtetes Kursangebot.

 

In Berlin gibt es mehrere Beratungsstellen für Geflüchtete mit Behinderungen.
Eine aktuelle Übersicht finden Sie hier: Beratungsstellen für Geflüchtete mit Behinderung Stand: Juni 2021

Die Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (EUTB®) unterstützt in allen Fragen zur Teilhabe, bspw. bei der Beantragung von Leistungen oder bei der Teilhabe am Arbeitsleben und Rehabilitation. Erfahren Sie hier mehr zu den Angeboten der EUTB®, den EUTB®-Angeboten in Ihrer Nähe sowie weiteren Beratungsangeboten. https://www.teilhabeberatung.de/artikel/ergaenzende-unabhaengige-teilhabeberatung-eutb

Die EUTB von Mina – Leben in Vielfalt e.V. bietet Beratungen in Deutsch, Arabisch, Französisch, Englisch und Türkisch. Für weitere Sprachen kann Sprachmittlung organisiert werden. http://mina-berlin.eu/eutb-ergaenzende-unabhaengige-teilhabeberatung/

Die EUTB im Kunstatelier Omanut berät in den Sprachen Deutsch, Russisch, Hebräisch, Englisch, Französisch und Italienisch. https://www.kunstatelier-omanut.de/eutb/

 

 


Die Fachstelle Migration & Behinderung richtet sich an alle Fachstellen und Multiplikator*innen in den Versorgungs-, Beratungs- und Selbsthilfesystemen an der Schnittstelle Migration und/oder Behinderung.

Ansprechpartnerin


Marianne Freistein
Fachstelle Migration und Behinderung

AWO Landesverband Berlin e.V.
Blücherstrasse 62
10961 Berlin

E-Mail: migration-behinderung@awoberlin.de
Telefon: +49 [0] 30 – 253 89 – 331
Mobil:    +49 176 – 344 85 757

 

 

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