Diskriminierung im Gesundheitswesen -Bedarfsanalyse veröffentlicht
Beschreibung
Das Gesundheitswesen ist als Dienstleistungssektor gesellschaftlich von hoher Bedeutung. Nicht alle Menschen haben jedoch den gleichen Zugang zu medizinischer Versorgung oder erfahren medizinische Behandlungen in vergleichbarer Form.
Wie andere gesellschaftliche Bereiche ist auch der Gesundheitsbereich kein diskriminierungsfreier Raum. Individuelle Erfahrungen im Gesundheitsbereich stehen vielmehr im Zusammenhang mit der sozialen Position unterschiedlicher Patient*innen und Patientengruppen. Zugleich unterstreichen einschlägige Studien neben Diskriminierungen auf individueller und interpersoneller Ebene auch den Stellenwert institutioneller und struktureller Ebenen und Aspekte.
Um Diskriminierung im Gesundheitswesen abzubauen und Rechte auf Gesundheit und Gesundheitsschutz zu gewährleisten, möchte das Land Berlin im Jahr 2025 daher eine Fachstelle gegen Diskriminierung im Gesundheitswesen einrichten. Die Camino-Studie zu Diskriminierung im Gesundheitswesen dient der fachlichen Vorbereitung des Interessenbekundungsverfahrens und einer bedarfsgerechten Konzeptionalisierung der Fachstelle. Das Forschungsvorhaben lässt sich insofern der Praxisforschung zurechnen, es verbindet die themenspezifische Wissensgenerierung mit einer breiten Stakeholder-Beteiligung und Leistungen im Feld der Beratung und Entscheidungsvorbereitung.
Ausgehend von diesen mehrdimensionalen Zielstellungen wurde eine geeignetes Forschungsdesign entwickelt, das zudem in relativ kurzer Zeit von einigen Monaten umsetzbar sein sollte, um in laufende Planungs- und Entscheidungsprozesse Eingang finden zu können. Eine fortlaufende Literatur- und Dokumentenanalyse diente einerseits der Sicherung bestehenden Wissens und der Sondierung besonderer Bedarfslagen auf Grundlage von Forschungsarbeiten, sie umfasste andererseits die Analyse von politischen und administrativen Konzepten und Handlungsprogrammen, um im Sinne einer Ausgangslage einen Überblick zu bereits bestehenden Ansätzen der Antidiskriminierungsarbeit im Gesundheitswesen zu gewinnen.
weiterlesen und Download der Studie
Die Fachstelle gegen Diskriminierung im Gesundheitswesen wurde inzwischen eingerichtet. Träger ist Gesundheit Berlin-Brandenburg e.V.


